Am Samstag den 25. April war es wieder so weit: An diesem wunderschönen Frühlingstag starteten wir unsere gemeinsame fünfte Kulturwanderung in Wien. Diesmal führte sie uns durch Margareten, den 5. Bezirk, durch Wieden (4.Bezirk) und endete im Prater, der von Menschen nur so wimmelte. Vom Bahnhof Matzleinsdorfer Platz ging es zur ersten Station, dem Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum in der Vogelsanggasse, das die Tore an diesem Wochenende ausschließlich für unsere Naturfreunde-Gruppe öffnete.
Vom Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum gingen wir in die Nikolsdorferstraße zum Franziskusspital, wo uns Schwester Hilda in der Spitalskapelle ausführlich über das Leben und den Tod von Schwester Restituta informierte. Restituta arbeitete in den 1930er-Jahren als Operationsschwester im Krankenhaus Mödling und wurde für ihren Einsatz für Menschlichkeit und ihren Glauben 1988 selig gesprochen und zur ersten Märtyrerin Österreichs. Sie war Ordensfrau des "Dritten Ordens des Heiligen Franziskus" und wurde aufgrund ihres Widerstandes bzw. "Ungehorsams" gegen die Nationalsozialisten zum Tode verurteilt und 1943 in Wien enthauptet. Die Spitalskapelle im Franziskusspital ist ihr gewidmet und im angrenzenden Kloster ist eine umfangreiche Dokumentation zu ihrem Leben und Sterben zu sehen.
In der Nähe des Franziskusspitals befindet sich der Bertha-von-Suttner-Hof mit einem Denkmal, das der erste Friedensnobelpreisträgerin von Österreich gewidmet ist. Von dort ging es zum Mittagessen in das Wieden Bräu, das alle sehr genossen. Nach einem kurzen Spaziergang über den Mozartplatz mit dem Zauberflötenbrunnen, erreichten wir den Karlsplatz. Dort stiegen wir in die Straßenbahn und fuhren in den Prater.
Im Prater gingen wir von der Jesuitenwiese weiter durch die Prater-Hauptallee in den Wurstelprater, der an diesem schönen Frühlingstag von Besuchern und Besucherinnen jeden Alters nur so wimmelte. Müde, aber voller neuer Eindrücke, erreichten wir den Bahnhof Praterstern, von wo wir mit dem Zug nachhause fuhren.